Geschichten des Alltags

 

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Paula

Sie war immer da gewesen. Wo ist sie nur, das kleine M?dchen mit dem sich Maik so oft unterhalten hatte? Maik war Busfahrer, mittleres Alter, etwas mollig mit dunklen Haaren und einem dunklen Vollbart. Familie hatte er keine, richtige Freunde auch nicht. Er fuhr jeden Tag mit dem Bus die gleiche Strecke, jahrelang schon. Eines Tages war da dieses M?dchen, sie setzte sich ganz vorne in den Bus und starrte Maik an. Irgendwann ging es Maik auf die Nerven und er fragte das M?dchen was das solle. ?Du siehst aus wie Hagrid. Du kennst doch die Harry Potter- B?cher oder?? Unwillk?rlich musste Maik lachen. Das erste Mal seit langen das ihn jemand zum Lachen gebracht hatte. Er hatte die B?cher zwar nicht gelesen- er las n?mlich nicht gerne- aber er hatte alle Filme gesehen. Maik mochte diese Scheinwelt. Immer ein Happy- End. ?Ich hei?e Paula. Und wie hei?t du??, fragte das kleine M?dchen. Eine Str?hne von ihrem blonden Haar fiel ihr ins Gesicht. Sie l?chelte und strich sie hinter die Ohren. ?Maik.?, antwortete er. Sch?chtern war das kleine M?del nicht, sie unterhielten sich die ganze Fahrt lang. Maik hatte schon lange nicht mehr geredet, jedenfalls keine richtige Unterhaltung gef?hrt. Doch nun merkte er wie sehr es ihm gefehlt hatte. Sie redeten ?ber Gott und die Welt und ?ber Harry Potter. Irgendwann musste Paula dann aussteigen, sie winkte ihm noch zu. F?r den Rest des Tages hatte Maik gute Laune.
Seitdem Tag fuhr Paula jeden Tag, so um die Mittagszeit, mit dem Bus. Sie erz?hlte ihm, was sie so am Tag machte, was sie f?r Unterricht hatte und von ihren Tr?umen. Paula tr?umte davon, eines Tages von einem Prinzen geheiratet zu werden. Wie in dem Aschenputtel- M?rchen. Maik merkte bald, das Paula dringend jemanden zum reden brauchte. Sie hatte ihn ausgew?hlt- warum auch immer. Maik freute sich dar?ber. Doch eines Tages war sie nicht in seinem Bus. Nun machte er sich Gedanken. War ihr etwas passiert? War sie krank? Umgezogen? Nein, umgezogen wird sie nicht sein, das h?tte sie ihm gesagt. Den ganzen Tag machte Maik sich Sorgen. Den n?chsten Tag kam sie aber in den Bus. ?Was ist los gewesen, Paula??, fragte Maik sie. Paula sah sehr blass aus, sie hatte eine lange Wunde am Arm. Paula blickte ihn an und setzte sich auf ihren Platz, ganz vorne, sagte aber nichts wie sonst. ?Paula, was ist denn??, hakte Maik nach, doch Paula antwortet immer noch nicht. Sie hebt nur die Hand und legt den Zeigefinger auf die Lippen. Maik ist verwirrt, was ist nur los? Paula spricht die ganze Fahrt ?ber nicht. Als sie aussteigen muss, streicht sie ihm das erste Mal ?ber den Kopf. Ein komisches Gef?hl, ihre Hand ist ganz kalt. Sie l?chelt und steigt aus. Maik ist nun verwirrter als je zuvor. Was war los?
Nach Dienstschluss setzt sich Maik mit seiner Zeitung auf das Sofa und blickt das Titelblatt an. Er erstarrt. Ein gro?es Foto von einem grausamen Unfall prangt dort, mit der ?berschrift: ?M?dchen wird von Mutter totgefahren?. Daneben ein Bild von Paula. Aber was ist das? Der Mord war schon gestern passiert! Maik erschrickt sich, Paula war doch noch heute in seinem Bus! Das kann nicht sein. Maik legt die Zeitung weg. Er schlie?t die Augen, um sich erst einmal zu beruhigen. Als Maik die Augen ?ffnet bleibt sein Herz beinahe stehen. Auf seinem Sofa sitzt Paula und l?chelt ihn an. ?Du bist mein Prinz.?, sagt sie und l?chelt ihn an, ?Es war nicht meine Mutter die mich umgebracht hat. Es war ein Unfall. Es war ein Mann. Er hei?t Olaf Pager. Sag es der Polizei, er wird gestehen.? ?Ja, Paula.?, stotterte Maik. Er ging zur Polizei und tat was ihm Paula gesagt hatte. Die Polizei ermittelte und fand Olaf Pager, der auch sofort gestand. Durch diese Aktion lernte Maik auch Paulas Mutter kennen. Sie war eine h?bsche Frau, Maik verstand sich sofort gut mit ihr. Zusammen verarbeiteten die beiden ihre Trauer. Maik konnte Paulas Vater nicht verstehen, warum er diese Frau verlassen hatte. Nach einem Jahr waren Maik und Paulas Mutter ein Paar. Paula hatte Maik`s Leben ver?ndert, f?r immer.
1.9.05 17:32


Maren- ein bewundernswerter Mensch oder über das dick sein

Maren- ein bewundernswerter Mensch

Maren ist schon als Kleinkind pummelig gewesen. Auch ihre Eltern waren mollig, die Mutter kochte deftig und gut. Es wurde gegessen was auf den Tisch kam und der Teller wurde leer gegessen. Als sie dann in die Schule kam, wog sie mehr als alle anderen, deswegen wurde sie verspottet. Dann ging sie weinend nach Hause, die Mutter tr?stete sie immer- das ist doch nur Babyspeck!- dann gab es eine Trostschokolade. Maren konnte auch ohne ihr kleines Betthupferl nicht schlafen- na ja, so ein kleines St?ckchen Schokolade, davon w?rd man doch
nicht dick-. Dann bekamen immer mehr M?dchen einen Freund, nur sie nicht?aber auch hier hilf die Trostschokolade. Dann zog sie von zu Hause weg. Sie war viel zu hungrig um noch lange etwas zu kochen, wenn sie abends nach Hause kam. Deswegen gab es immer Pizza oder anderes Fast Food. Die Mittagspause war zu kurz um nach Hause zu fahren und sich was zu essen zu machen und mitnehmen wollte Maren sich auch nichts. Also ging sie mittags zu Mc Donalds oder Burger King. Eines Tages lernte sie einen jungen Mann kennen- aber nur durch Zufall, normalerweise geht sie nicht raus, die dummen Spr?che kann sie sich sparen-, sie verstehen sich auf Anhieb gut, Liebe auf den ersten Blick. Es dauert auch nicht lange da ziehen sie zusammen.
Zwei Jahre darauf ist Maren schwanger, das erste Mal seit Jahren muss sie zum Arzt. Davor hat ihr schon lange gegraut. Wie sie vermutet hat, h?lt ihr der Arzt eine Predigt, dass sie dringend abnehmen m?sse, schon wegen dem Kind. Das Kind kommt gesund zur Welt und Maren beschlie?t abzunehmen, sie schafft es sich f?nf Kilo abzuhungern. Doch dann bekommt sie raus das ihr Mann fremd geht. Sie nimmt wieder zu, aber sie sagt ihrem Mann nicht- ich bekomm ja eh keinen andren-.
Nach Jahren geht sie mit ihrer Tochter auf den Weihnachtsmarkt, aber nur weil die Tochter so gebettelt hat, Maren war selbst noch nie auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, es war ihr dort einfach zu eng und die Menschen guckten sie alle bl?d an.
Dann wollte ihre Tochter Karussell fahren, aber Mama soll mit hatte sie gesagt, also zw?ngte Maren sich in eine pinke Kutsche. Doch das Karussell fuhr nicht los. Minutenlang sa?en sie da, bis die Lautsprecher Durchsage ert?nte: Wegen Gewichtsbedingten Problemen m?ge die Mutter mit ihrer Tochter das Karussell verlassen, der Preis wird erstattet. Maren war das furchtbar peinlich, am liebsten w?r sie im Erdboden versunken. Das war der Punkt an dem sie sich schwor, dass sie abnehmen w?rde. Und tats?chlich. Innerhalb von drei Jahren war sie schlank geworden. Das sch?nste Erlebnis f?r sie war als ein fremder Mann ihr ein Kompliment auf offener Strasse zurief.



Maren ist schon als Kleinkind pummelig gewesen. Auch ihre Eltern waren mollig, die Mutter kochte deftig und gut. Es wurde gegessen was auf den Tisch kam und der Teller wurde leer gegessen. Als sie dann in die Schule kam, wog sie mehr als alle anderen, deswegen wurde sie verspottet. Dann ging sie weinend nach Hause, die Mutter tr?stete sie immer- das ist doch nur Babyspeck!- dann gab es eine Trostschokolade. Maren konnte auch ohne ihr kleines Betthupferl nicht schlafen- na ja, so ein kleines St?ckchen Schokolade, davon w?rd man doch
nicht dick-. Dann bekamen immer mehr M?dchen einen Freund, nur sie nicht?aber auch hier hilf die Trostschokolade. Dann zog sie von zu Hause weg. Sie war viel zu hungrig um noch lange etwas zu kochen, wenn sie abends nach Hause kam. Deswegen gab es immer Pizza oder anderes Fast Food. Die Mittagspause war zu kurz um nach Hause zu fahren und sich was zu essen zu machen und mitnehmen wollte Maren sich auch nichts. Also ging sie mittags zu Mc Donalds oder Burger King. Eines Tages lernte sie einen jungen Mann kennen- aber nur durch Zufall, normalerweise geht sie nicht raus, die dummen Spr?che kann sie sich sparen-, sie verstehen sich auf Anhieb gut, Liebe auf den ersten Blick. Es dauert auch nicht lange da ziehen sie zusammen.
Zwei Jahre darauf ist Maren schwanger, das erste Mal seit Jahren muss sie zum Arzt. Davor hat ihr schon lange gegraut. Wie sie vermutet hat, h?lt ihr der Arzt eine Predigt, dass sie dringend abnehmen m?sse, schon wegen dem Kind. Das Kind kommt gesund zur Welt und Maren beschlie?t abzunehmen, sie schafft es sich f?nf Kilo abzuhungern. Doch dann bekommt sie raus das ihr Mann fremd geht. Sie nimmt wieder zu, aber sie sagt ihrem Mann nicht- ich bekomm ja eh keinen andren-.
Nach Jahren geht sie mit ihrer Tochter auf den Weihnachtsmarkt, aber nur weil die Tochter so gebettelt hat, Maren war selbst noch nie auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, es war ihr dort einfach zu eng und die Menschen guckten sie alle bl?d an.
Dann wollte ihre Tochter Karussell fahren, aber Mama soll mit hatte sie gesagt, also zw?ngte Maren sich in eine pinke Kutsche. Doch das Karussell fuhr nicht los. Minutenlang sa?en sie da, bis die Lautsprecher Durchsage ert?nte: Wegen Gewichtsbedingten Problemen m?ge die Mutter mit ihrer Tochter das Karussell verlassen, der Preis wird erstattet. Maren war das furchtbar peinlich, am liebsten w?r sie im Erdboden versunken. Das war der Punkt an dem sie sich schwor, dass sie abnehmen w?rde. Und tats?chlich. Innerhalb von drei Jahren war sie schlank geworden. Das sch?nste Erlebnis f?r sie war als ein fremder Mann ihr ein Kompliment auf offener Strasse zurief.

1.9.05 17:33


Die Spinne mit der Styroporkugel


Susy, eine alte, gro?e schwarze Hausspinne, sa? bek?mmert im Geb?sch vor dem Haus. Man hatte ihr soeben alles genommen was sie besa?, oder besser gesagt besessen hatte. Eine Styroporkugel. Diese war ihr ein und alles gewesen. ?Was guckst du denn so traurig??, fragte Karl, der K?fer. Karl war ein dicker Mistk?fer, sein Panzer gl?nzte im Abendlicht. ?Die alte Frau, dort aus dem Haus, hat mir meine Kugel weggenommen.?, schluchzte Susy. ?Aber das ist doch kein Grund so traurig zu sein. Wenn du willst besorg ich dir eine neue.? ?Ach nein, das ist es ja nicht. Diese Styroporkugel hat mich durch mein gesamtes Leben begleitet. Als ich noch eine junge Spinne war, habe ich sie gefunden. Sie lag einfach so da, erst hab ich ?berlegt, ob ich sie mitnehmen soll. Ich meine, es h?tte ja auch was gef?hrliches sein k?nnen- aber dann hab ich sie einfach vor mir her geschoben und mitgenommen. In meinem Nest habe ich sie dann in die Mitte gepackt. Oh, du kannst dir gar nicht vorstellen, die Fliegen sind drauf geflogen. Alle waren neugierig und wollten wissen was das ist- und schwub- schon hatten sie sich verfangen. Hunger hatte ich nie wieder. Irgendwann gab es ein m?chtiges Gewitter, viele von uns Spinnen sind ertrunken, ?berall schwammen Leichen, aber ich hatte mir die Kugel unter den Bauch geschoben. Da Styropor schwimmt habe ich durch die Kugel ?berlebt. Doch dann kam der Winter und es wurde Eisigkalt. Die meisten von uns Insekten sterben dann, aber meine Styroporkugel hat mich warm gehalten. Im Fr?hling dann war Paarungszeit. Ein schwarzes Gewusel von uns Spinnen, aber ich viel auf mit meiner wei?en Kugel. Der sch?nste Mann nahm mich. Ich brachte viele Gesunde Kinder zur Welt, sie waren immer besch?ftig, denn sie konnten mit der Kugel spielen. Doch nun bin ich alt und ruhte mich auf meiner Kugel aus. Da kam die alte Frau aus dem Haus, sie wollte wissen was ich da habe, ich antwortete; meine Styroporkugel. Doch sie verstand mich nicht und nahm sie mir weg. Na ja, und jetzt sitz ich hier?? erz?hlte Susy. ?Oh?.das tut mir Leid. Wei?t du denn wo die Frau die Kugel hingetan hat??, fragte Karl. ?Nein, aber ich kann auch nicht suchen, ich bin zu alt??, klagte Susy. ?Okay, dann warte hier kurz, ich werde sie suchen. Weit weg sein kann sie nicht. Bis gleich.?, sagte Karl. ?Ja?bis gleich??, murmelte Susy abwesend. Karl lief los um die Kugel zu suchen. Doch er fand sie nicht. Er ging betr?bt zur?ck zu Susy, um ihr die schlechte Nachricht zu bringen. Doch als er zu verabredeten Stelle kam, war Susy nicht mehr da. Er guckte und schaute. Erst nach einiger Zeit entdeckte er ihre Leiche. Sie war bereits kalt.
1.9.05 17:31


Ein Traum oder Das Seelengewürz


Ring- ring- ring! Der Wecker klingelt und rei?t Jenny aus dem Schlaf. Sonne scheint in ihr Zimmer. Unaufger?umtes Zimmer. Muss ich heute noch aufr?umen, denkt sich Jenny und l?sst einen verschlafenen Blick durch das Zimmer schweifen. Sofort stellt sich schlechte Laune ein. Der Gedanke an den Unterricht heitert sie auch nicht auf. Ring-Ring- ring! Der Wecker nervt. Schnauze, denkt sich Jenny und schaltet den Wecker aus, f?nf Minuten hab ich noch?
Sie steht auf. Sie wei? irgendwo ist eine Leiche- nur wo? Verschlafen. Jenny kann kaum sehen, so verschlafen ist sie. Sie stolpert ?ber ihre neuen Stiefel, sch?ne Stiefel. Wo ist die Leiche? Erstmal duschen. Jenny wankt in das Bad. Stellt sich unter die Dusche. Sie dreht den eisernen Hahn auf. Blut tropft auf sie. Na ja, dusch ich eben unter Blut. Hauptsache ich stinke in der Schule nicht. Nach dem Duschen hat Jenny Hunger. Der K?hlschrank wei?t aber nur g?hnende Leere auf. Aber in der Blechb?chse, auf dem Schrank sind noch Maden. Jenny ist die Maden, mit Milch. M?usemilch, Kuhmilch vertr?gt Jenny nicht. Die Maden kringeln sich auf dem L?ffel und in ihrem Mund. Nach zwei Schalen ist Jenny satt. Sie zieht sich die neuen, sch?nen Stiefel an. Ansonsten ist sie nackt. Ihr ist das egal, sie sch?mt sich nicht. Jenny geht aus der T?r auf die Stra?e. Ihre Nachbarn, Luzifer und Jehova streiten mal wieder. Jenny w?nscht beiden einen sch?nen Tag. Keine Antwort. Ihr ist das egal. Da kommt er. Der Leichenwagen. Leichenwagen von link, Gl?ck bringts, murmelt Jenny. Da geht ihr ein Licht auf! Die Leiche! Da ist sie! Jenny rennt dem Leichenwagen hinterher. Nach ein paar Metern hat sie ihn aufgeholt und macht einen Hechtsprung auf sein Dach aus schwarzem Metall. Auf dem Leichenwagen liegend f?hrt sie mit zum Krematorium. Diese Leiche m?chte Jenny bei ihrem letzten Weg begleiten. Der Wagen h?lt und Jenny klettert vom Dach. Der Bestatter steigt aus. Er tr?gt eine pinke Badehose und eine schwarze Lederjacke mit Iron Maiden Aufn?hern. ?Guten Tag. Ich bin Peter, Peter Sillie. Kann ich dir helfen?? fragt er Jenny. ?Ja, in der Tat. Ich m?chte mich um diese Leiche k?mmern.? ?Geht in Ordnung.? Peter Sillie hilft Jenny den Sarg aus dem hinterem Raum zu schaffen. Sch?ner Sarg. Deutsche Eiche. ?Auf Wiedersehen.? Sagt Peter Sillie und f?hrt weg. Jenny ?ffnet den Sarg. Gute Leiche. Sch?ne Frau war das mal. ?Hallo, ich bin Jenny.? Stellt sich Jenny der Leiche vor, doch diese antwortet nicht, sie ist sch?chtern. Da Jenny den Sarg nicht tragen kann, nimmt sie die Leiche auf ihre Schultern und bringt sie zu den anderen Leichen in die K?hlung. ?Tagchen, alle beisammen!? ruft Jenny in die Halle. ?Hallo Jenny!? antworten die Leichen im Chor. Manche spielen Karten. ?Lasst euch nicht st?ren, ich will sie nur untersuchen. Sie wird heute einge?schert.? ?Achso. Tu das.? antworten die Leichen. Jenny untersucht die Leiche. Da tippt sie eine M?nnliche Leiche an. ?Die Dame hat einen Herzschrittmacher. Der muss raus.? sagt er. ?Ja. Das stimmt. Wo sitzt er denn?? fragt Jenny. ?Am Knie.? antwortet der tote Mann.
Jenny nimmt ihr Taschenmesser und entfernt den Herzschrittmacher. Jetzt ist die Leiche fertig. Jenny bringt sie zu Ofen. ?Willst du alleine rein, oder soll ich noch schnell mitkommen?? fragt Jenny. Doch die tote Frau will alleine gehen. Sie geht und winkt Jenny ein letztes Mal zu. Nach ein paar Minuten ist sie nur noch Asche. Jenny nimmt die Asche. Asche von Menschen kann man prima als Seelengew?rz f?r Eint?pfe benutzen, das wusste auch schon ihre Oma. Jenny will heute Eintopf machen.
?Jenny! Wach auf! Du kommst zu sp?t zur Schule!? ruft Jennys Mutter mit vorwurfsvollen Ton in ihr Zimmer. Jenny schreckt hoch und macht sich schnell fertig. Wie sie in der Schule ankommt hat sie den Traum schon vergessen.
Als sie nach Hause kam, duftet es im ganzen Haus. Lecker, Eintopf. Jenny setzt sich zu ihrer Mutter an den Tisch und f?ngt an zu essen. ?Schmeckt irgendwie anders als sonst, oder?? fragt Jenny. ?Ja, ich hab den Eintopf heute mit Seelengew?rz gemacht.? Antwortet die Mutter l?chelnd. Seelengew?rz? Irgendwoher kennt Jenny das. Doch woher?
1.9.05 17:27


Die Zufriedenheit der Menschen


Teil 1

?Pardon!?, rief der gut aussehende Mann der Frau zu, die er eben beinahe umgerannt h?tte. Er hatte keine Zeit sich l?nger um sie zu k?mmern, er war sowieso zu sp?t dran. Wenn er seinen Flieger nach Deutschland noch kriegen wollte musste er sich sputen. Auch wenn ihm nicht wohl bei der Sache war, hetzte er weiter durch das Flughafengeb?ude, ?Ihr wird schon nichts passiert sein??, versuchte er sein Gewissen zu beruhigen.
Er schaute gehetzt auf seine Uhr, nur noch f?nf Minuten bis der Flieger abhebt??M?sste ich schaffen??dachte er und rannte los.

Kurze Zeit sp?ter sa? er abgehetzt im Flugzeug. ?Wozu muss das denn sein? Kann ich kein normales Leben f?hren? Wieso muss ich immer um die ganze Welt hetzten? Geld. Wegen dem Geld. Und wegen meiner Firma. Oh nein, wo sind meine Unterlagen? Ich hatte sie doch- ja wo hatte ich sie? Das kommt davon wenn ich immer so fr?h aufstehen muss und das auch noch in einem Urlaub! Normale Menschen stehen jetzt erst auf- und ich? Ich sitze schon im Flugzeug?um f?nf Uhr morgens! Was tut man nicht alles f?r den Job??

Tats?chlich arbeitete dieser Mensch sehr viel- aber er war ja auch Gesch?ftsleiter eines der f?hrenden Wirtschaftsunternehmen der deutschen Marktwirtschaft. Da musste er schon mal solche Kleinigkeiten wegstecken.
Das schlimmste f?r ihn war jedoch nicht das sehr fr?he Aufstehen oder die ganze Hetzerei die sich sonst mit seinem Job verband. Nein- er war schrecklich einsam.
Au?er Gesch?ftspartnern kannte er eigentlich niemanden, doch seine Kunden nat?rlich?aber Freunde? Freunde hatte er nicht mehr. Daf?r hatte er einfach keine Zeit.
In stillen Abendstunden sa? er manchmal traurig in seinem Kaminzimmer und stierte in die Flammen des gro?en Kamins. Sein Haus war gro? und sch?n, aber einsam und leer.
Damals, als er noch ein Kind war, hatte er sich nichts sehnlicher gew?nscht als selber einmal Kinder zu haben.
Und nun? Nun hatte er nicht mal eine Bekannte, geschweige denn eine Frau.
Er blickte traurig nach drau?en, auf das immer kleiner werdende Paris.

Ein paar Stunden sp?ter stand er auf dem Flughafen Hannover, er zog sein Handy aus der Tasche um ein Taxi zu rufen.
Fluchend starrte er auf das Display. Akku leer!
So ein Mist, dachte er sich. Jetzt musste er die Stra?enbahn nehmen.
Er ging zur Haltestelle und wartete auf eine der Stra?enbahnen.

Da sah er sie, jung, h?bsch, zwei Kinder bei sich, die scherzten und spielten.
So sollte das Leben sein, dachte er sich. So w?re er auch gerne. Ein stolzer Familienvater, er musste nicht reich sein dabei.
Auf den Familienzusammenhalt kam es ihm an.
Der schien bei dieser Familie gro? zu sein. Die Frau putzte ihrem j?ngeren Sohn grade die Nase, als das ?ltere M?dchen kreischte das die Bahn komme.
Brausend fuhr die Stra?enbahn ein und hielt rumpelnd. Die kleine Familie stieg ein. Bestimmt kommen sie aus dem Urlaub und der Vater wartet Zuhause sehns?chtig auf seine Familie, dachte er und stieg ein.
Wie er diese Frau beneidete!

1.9.05 17:19


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